Einzelarbeit

Kinder mit besonderen Bedürfnissen in ihrem Wachstum zu unterstützen stellt auch für uns als Begleiter eine große Herausforderung dar. Jedes Kind ist einzigartig. Deshalb passen wir uns bei der Einzelarbeit den Möglichkeiten und Bedürfnissen ihres Kindes an. Dabei bedienen wir uns verschiedener Methoden aus dem „Jeremy Krauss Approach“, um den Lernprozess Ihres Kindes bestmöglich zu unterstützen.

Die Qualität der Berührung ist entscheidend

Kinder mit besonderen Bedürfnissen brauchen eine besondere Art der Berührung: achtsam, spürend und unaufdringlich. Als Feldenkrais®- und JKA Practitioner haben wir gelernt, durch unterschiedliche Methoden  wie z.B. ATM (Awarness through Movement) und SAM (Sensory Active Movement) Bewegungen und Unterschiede im sensorischen Empfinden zu erforschen und zu erspüren.  Wir bauen eine Kommunikation basierend auf Empfindungen und Berührungen auf, um gemeinsam mit ihrem Kind zu lernen. Dies bildet die Grundlage für die Qualität der Berührung in der Einzelarbeit mit Kindern.

Erfolge steigern die Freude am Tun

Neugier und Interesse verbunden mit der Erfahrung, Herausforderungen erfolgreich zu meistern sind wie Düngemittel für das Gehirn, um zu wachsen. Es gilt herauszufinden, womit Ihr Kind gerade im Entwicklungsprozess beschäftigt ist und wodurch seine oder ihre Neugier geweckt werden kann. Wir versuchen, ihrem Kind verschiedene Möglichkeiten anzubieten, um Herausforderungen, mit denen es in seiner Entwicklung beschäftigt ist, eigenständig zu bewältigen. Durch diese eigenständige Leistung wird der Lernprozess mit Erfolgsgefühlen verbunden und Ihr Kind erfährt Freude beim Lernen.

Variationen anstelle von Wiederholung

Um neue motorische Fähigkeiten zu erlernen oder bereits erlernte zu verbessern, braucht es nicht nur Wiederholungen. Wir legen besonderen Wert auf Variationen welche im selben funktionalen Zusammenhang des jeweiligen Themas stehen.  Sie bilden somit den roten Faden einer jeden Sitzung.

Neue Perspektiven kennen lernen

Damit das Gehirn Informationen verarbeiten und ordnen kann, braucht es die Fähigkeit, sensorische Unterschiede wahrnehmen zu können. Dies stellt für Kinder mit Entwicklungsdefiziten oftmals große Herausforderungen dar. Durch gezielte Bewegungen rufen wir bestimmte sensorische Unterschiede hervor, die ihrem Kind bei seiner Entwicklung helfen. Denn Veränderung in der Wahrnehmung bewirken eine Verbesserungen der motorischen Fähigkeiten und umgekehrt.

Mit dem Kind in Verbindung sein

Die Bindungstheorie nach John Bowlby beziehungsweise die Affektregulierungstheorie als modernes „Update“ der Bindungstheorie stellen einen der Grundpfeiler im JKA dar. In unseren Einzelstunden erlebt Ihr Kind von Beginn an ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, die Basis für die Entwicklung von Vertrauen und Bindung. Denn nur, wenn sich ein Kind sicher fühlt, ist es in der Lage, zu lernen.

„Jedes Kind ist einzigartig und verfügt über einzigartige Potenziale zur Ausbildung eines komplexen, vielfach vernetzten und zeitlebens lernfähigen Gehirns. Ob und wie es ihm gelingt, diese Anlagen zu entfalten, hängt, wie die neueste Gehirn- und Bindungsforschung zeigt, ganz wesentlich davon ab, ob ein Kind ein Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit in intensiven Beziehungen zu unterschiedlichen Menschen entwickeln kann.

Sind solche optimalen Entwicklungsbedingungen vorhanden, lernt es neue Situationen und Erlebnisse nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung zu bewerten, und die in seinem Gehirn angelegten Verschaltungen auszubauen, weiterzuentwickeln und zu festigen.”

(vgl. Prof. Hüther: Die Bedeutung emotionaler Sicherheit für die Entwicklung des kindlichen Gehirns, In: Kinder brauchen starke Wurzeln. Karl Gebauer/Gerald Hüther, 2005, S.5 ff).