Neuroplastizität und JKA

Neuroplastizität und JKA – Warum die Plastizität des Gehirns für die Entwicklung  Ihres Kindes so entscheidend ist.

Neuroplastizität ist im wesentlichen die Eigenschaft einzelner Synapsen, Nervenzellen und ganzer Gehirnareale sich in Abhängigkeit ihrer Nutzung zu verändern. Dieser natürliche Prozess ermöglicht es dem Organismus, auf Veränderungen in seiner Umgebung zu reagieren und sich diesen anzupassen.

Durch die Erbmasse sind die Strukturen des Gehirns bei der Geburt des Kindes bereits angelegt. Vernetzt werden diese Strukturen durch das allmähliche in Verbindung gehen mit der Umwelt, sprich durch das Heranwachsen des Kindes.

Da es ohne Bewegung kein Leben gibt spielt Bewegung bei diesen neuronalen Veränderungen eine Schlüsselrolle. Das Gehirn des heranwachsenden Kindes formt sich quasi durch das Erlernen neuer Funktionen und Bewegungen, die es wiederum braucht, um mehr und mehr seine Umwelt zu entdecken und mit ihr in Verbindung zu treten.

Wichtig ist dabei, dass sich Funktionen und schlussendlich gewisse Hirnareale nur formen, wenn diese Funktionen auch angewendet werden bzw. angewendet werden können!

Kurz gesagt: Was wir nicht benützen oder benützen können geht rasch wieder verloren.

Im JKA werden in jeder Einzelstunde dem Kind unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten angeboten. Jede Option ist maßgeschneidert und an die Entwicklungsstufen beziehungsweise den Fähigkeiten des Kindes angepasst.

Je mehr unterschiedliche Optionen das Kind erfährt und verarbeiten kann, umso mehr kann das Kind durch die Plastizität des Gehirns diese Variationen zum Wachstum des Gehirns nutzen.

Interessant ist, dass wenn ein Bereich des Gehirns anfängt besser zu funktionieren, auch andere Teile des Gehirns sich zu verändern und zu formen beginnen.

Die Neuroplastizität unseres Gehirns ist damit die Grundlage aller Lernprozesse und ein entscheidender Eckpfeiler des JKA.